Ballett Borgia TM

Mit Spannung wurde diese Premiere erwartet. Wie setzt man ein so komplexes historisches Thema um?
Allein die stehenden Ovationen, das Trampeln, die Jubelrufe und der nicht enden wollende Beifall sprechen für sich. Und auch ich habe mich daran beteiligt - und zwar völlig zu Recht!
Damit könnte ich hier enden! Dennoch ein paar kleine Anmerkungen.
Es gab nicht wenige im Publikum, die sich mal wieder ein klassisches Ballett gewünscht hätten. Der Stoff jedenfalls würde es absolut hergegeben!
Aber tatsächlich wird es wohl mit unserem Ensemble ein wenig schwierig. Sind es doch nicht die gewohnten Tänzer:innenfiguren, die man jahrzehntelang gewohnt war.
Diese wunderbare Diversität erlaubt akrobatische und sportgymnastische Aktivitäten - beim Spitzentanz wäre die Wirkung sicher nicht immer eindrücklich.
So tanzte eine Fiammetta Gotta als Savonarola ein absolutes Feuerwerk aus Breakdance, rhythmischer Sportgymnastik und Zirkus Roncalli.
Den geschichtlichen Hintergrund hatte ich mir von meinem Historikermann im Vorfeld erläutern lassen. Dennoch war es teils sehr schwierig, das Stück inhaltlich zu verfolgen, auch wenn die tollen Kostüme von Rosa Ana Canźa dabei ein wenig halfen.
By the way - warum tragen die Tanzenden nur noch Socken? Das mag bei Schneewittchen noch ganz niedlich aussehen und vielleicht bei "Was ihr wollt" noch so funktionieren. Aber hier wirkten die stolzen Borgia Männer eher etwas schluffig, wenn unter ihren rauschenden Kostümen plötzlich die farbigen Socken hervor schauten....
Das Orchester war eine Wucht, die dramatische Bühne absolut eindrucksvoll und Marco Marangio die absolute Top-Besetzung für Rodrigo Borgia! Was für eine Ausstrahlung, was für ein Tanz - wie überzeugend Mimik und Gestik- eine absolute Persönlichkeit!
Das zeichnet Jörg Mannes aus - er gibt allen in der Company immer wieder passende Aufgaben. Und der gehypte Joshua Hunt wäre einfach kein Rodrigo Borgia!
Ein grandioser Abend!

Simone Weber-Niemeck


Neue Synagoge Magdeburg

Dank der Initiative des engagierten Ansprechpartners für Stolpersteinpatenschaften - Peter Wetzel - bekamen wir eine Einladung zur Besichtigung der neuen Synagoge.
Nicht nur das Kennenlernen der Räumlichkeiten, sondern auch viele inhaltliche Informationen bereicherten den Vormittag.
Fragen wurden beantwortet, Kontakte wurden geknüpft und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Einrichtungen besprochen.
Zur Mittagszeit erwartete uns ein liebevoll angerichtetes Buffet mit koscheren Köstlichkeiten.
So klang der wunderbare Vormittag in lockerer Runde aus.
Dank an alle für diese Erfahrung!

 

Simone Weber-Niemeck


9. Sinfonie TM

Seit Jahrzehnten beteiligt sich das Theater am Gedenken zur Zerstörung Magdeburgs.
Traditionsgemäß wird die wunderbare neunte Sinfonie von Beethoven gegeben, als Zeichen der Versöhnung und als positiver Ausblick.
Orchester und vor allem unser Chor waren mal wieder absolut brillant.
Bei den Solistinnen kämpfte Anna Malesza-Kutny auffällig mit der Luft und musste so Pausen setzen, außerdem sagen sie mit einem lauten und spitzen Sopran die anderen gegen die Wand.

 

Simone Weber-Niemeck


Ballett Schneewittchen TM

 

Wer eine fassungsgerechte Adaptation des Märchens erwartet hat, wurde enttäuscht.
Das machte sich vor allem bei den Kindern im Publikum bemerkbar, die anfangs reichlich irritiert waren. Aber auch sie wurden irgendwann vom  Geschehen auf der Bühne in den Bann gezogen.
Die böse Stiefmutter gab es gleich dreimal - was den garstigen Effekt verstärkte.
Auffallend: was für eine Tanzfreude in der Company. Die Zwerge mit unterschiedlich farbigen Beanies tobten über die Bühne und darüber hinaus. Stehleitern stellten die Häuschen dar - herrlich, wie die Bewohner versuchten, in der Enge ein Plätzchen zum Schlafen zu finden.
Das kindlich zarte Schneewittchen, das naiv und fröhlich mit den Waldbewohnern tanzte, steigerte sich zum Pas de deux mit ihrem Prinzen.

 

Simone Weber-Niemeck


Das Gespenst von Magdebuh-huuu TM

 

Ein bisschen laut, ein bisschen viele Effekte, ein bisschen zu grelles Licht - aber was für ein entzückendes Gespenst!
In seinem einem Nachthemd ähnelnden Gewand mit den dicken Stiefelchen wurde es begeistert von den Kindern aufgenommen.
Ein sehr unterhaltsames, fröhliches Stück, das auch mit halbem Aufwand immer noch wunderbar gewesen wäre.

 

Simone Weber-Niemeck



Was ihr wollt


Eine Stunde 15 Minuten, das ist durchaus auch für nicht Ballett-Fans machbar ;-)
Die Tanzenden wurden entsprechend ihrer Rollen-Charaktere farblich gekennzeichnet, was das Verständnis der Handlung erleichterte. Denn nicht jeder hatte die Handlung von Shakespeares Stück so genau parat!
Wie gewohnt akrobatisch, sportlich und modern entwickelte sich eine kurzweilig erzählte Geschichte.
Die Narren in Mondrianoutfit waren besonders schön anzuschauen.
Mir gefiel die Musik nicht immer, aber mit dieser Meinung war ich ziemlich solitär.....



Silvesterparty im Schauspielhaus TM
Was für ein Fest!
Anschließend an die Ballettvorführung bekam man eine feste Tischreservierung, wo in angenehmer musikalischer Umrahmung gegessen und getrunken werden konnte.
Das üppige Buffet hielt viele Leckereien für alle Ernährungs- und Geschmacksrichtungen bereit und war überdies ein fantastischer Blickfang. Tatsächlich wurde bis zum Morgen auch ständig nachgelegt ...
Tische wie Räume waren geschmackvoll dekoriert und so wurde der Countdown ins neue Jahr fröhlich gemeinsam eingezählt.
Bei der anschließenden Party verbrannten - angefeuert von der Company -  beim Tanzen die Kalorien, die man am reichhaltigen Buffet aufgenommen hatte.
Wir haben lange nicht so ausgelassen und fröhlich ins neue Jahr gefeiert und hoffen, diesen Schwung mit in die nächsten Wochen zu tragen!
Herzliches Dankeschön!