Kulturgeraune 2021


Kulturpicknick Festung Mark Les Bumms Boys

Die fabelhaften Jungs gaben ALLES bei ihrem Konzert auf der Wiese.
Mit neuer Besetzung feierten sie das Leben und wir feierten mit.
Trotz erschreckend wenig Publikum ließen sie es sich nicht nehmen, diverse Zugaben zu spielen und immer wieder zum Tanzen und Singen aufzufordern - herrlich.

Aber irgendwann ist auch die schönste Party zu Ende!

Da bleibt nur zu sagen:
Sei nicht traurig, kleiner Meisenmann!


Harts un Neschome

 

Die Biederitzer Kantorei hat eingeladen in den großen Bauernhof der Familie Sänger.
Der Andrang war enorm! Und trotz der glühenden Hitze verharrten alle bezaubert auf ihren Plätzen.
Was da an jiddischer Lebensfreude vermittelt wurde, gipfelte sogar im gemeinsamen Gesang.
Von der Ursprungsbesetzung des blauen Einhorns ist nicht mehr viel übrig geblieben, aber die beiden Damen bereichern das Ensemble.


Fete de la Musique


Sommer, Sonne, Musik!
Was machten die kleinen Einschränkungen, die noch bestanden, wenn man wieder draußen sitzen konnte und lauschen.....
Ein wunderbarer Abend, die Auswahl fiel schwer


Rigoletto Opernhaus Magdeburg

Ach wie sehr hatten wir uns auf die erste Oper gefreut!
Und dann noch ein "Gassenhauer"...
Stimmlich überzeugte vor allem der Oldenburger Bariton, der als Gast den Rigoletto sang.
Gilda wirkte anfangs etwas gepresst, kam dann aber zur vollen Höhe.
Der Herzog passabel, auch alle anderen Stimmen konnten überzeugen....
Aber das Auge musste leiden.
Rigoletto erschien Stadt bucklig, mit zwei Brüsten ausgestattet, geschminkt im Tütü.
Lack und Leder, verstörende Szenen mit viel Blut in einer gläsernen Duschkabine und um den Horrorfilm perfekt zu machen, robbten künstlich angetriebene nackte Babypuppen über die Bühne - Chucky die Mörderpuppe lässt grüßen.
Auch die demonstrierten Vergewaltigungsszenen ließen das Publikum ratlos zurück.
So ist doch fast jedem, der diese Oper besucht, der Inhalt bekannt und muss nicht so plakativ dargestellt werden.
Fazit: Augen zu und durch!


Vernissage Hoeft+Hoeft

Der Kunstförderverein Bildende Kunst Schöningen stellt in einem wunderbaren alten Haus sehr ansprechende Galerieräume zur Verfügung und bereichert die Gegend mit wechselnden Ausstellungen.
Auch hier war coronabedingt lange nichts möglich, umso größer war der Ansturm zur ersten Vernissage Hoeft+Hoeft!

Die beiden Haldensleber Künstler stellten aus ihrem umfangreichen Qevre aus: sie vornehmlich Malereien, Plastiken und Keramiken, er Fotografien. 

Gerade die Gegenüberstellung der Architekturfotografien mit den abstakt-kubistischen Malereien brachten erstaunliche Einsichten!

Sehr empfehlenswert!

 

 



Volksstimme vom 6. Juli 2021, Wolmirstedter Ausgabe, S. 18.

 

Haldensleber Künstlergilde kann sich wieder zeigen

 

Von Lena Bellon, Haldensleben

„Mein persönli­ches Ziel ist, dass jeder Besu­cher mindestens ein Werk in der Ausstellung findet, das ihn nachhaltig beeindruckt oder gar inspiriert", sagt die Vorsit­zende der Künstlergilde Haldensleben, Barbara Hoeft. Zu­sammen mit dem ehemaligen Vorsitzenden Jochen Heite kuratiert sie die neue Ausstel­lung, die ab dem 12. Juli in der Kulturfabrik zu sehen sein wird. „Die Ausstellung von zwölf Künstlern zu kuratieren ist eine große Aufgabe. Wir wollen ja schließlich allen Werken gerecht werden und ihnen den richtigen Raum ge­ben", erklärt Barbara Hoeft. Ein Thema gebe es nicht, weil alle Künstler ihren ganz eige­nen Stil und unterschiedliche

Techniken haben. So finden sich au drei Ebenen verteilt Grafiken, Acryl- und Ölgemälde sowie Plastiken und Objekte aus Holz oder Keramik wieder.

„Wir mussten die Ausstellung so oft verschieben, umso aufgeregter sind wir, dass es endlich klappt", sagt die Vorsitzende der Künstlergilde. Die Künstler haben ältere aber auch ganz neue Werke für die Ausstellung zur Verfügung ge­stellt. „Wir achten bei unseren Ausstellungen aber darauf, dass keine Werke ausgestellt sind, die schon einmal in einer anderen gezeigt wurden", er­gänzt Heite. Seit mehr als 60 Jahren kommen Künstler in die Künstlergilde, um gemein­sam zu arbeiten und sich aus­zutauschen. „Unser ältester Künstler ist schon 90 Jahre alt", so Hoeft. "„Verschiedene Generationen, Interessen und Erfahrungen machen die Viel­falt der Kunst aus, die wir in der Ausstellung präsentieren können." Es würden sich zufäl­lig ebenso Gemeinsamkeiten wie Kontraste in den Werken der Maler finden. „Beim Stellen der Werke ergibt sich so viel Schönes, was man vorher nicht sehen konnte", sagt der ehemalige Vorsitzende.

 


Puppentheater Magdeburg

Das Puppentheater Magdeburg streamte u.a. *Teddy Brumm* und den *Schimmelreiter*
Ersteres als klassisches Stück für sehr kleine Kinder, eher ein bisschen zu infantil für uns, zog sich der Schimmelreiter als klassisches Erwachsenenstück, sehr in die Länge. Warum bestimmte Personen mit nervigen Stimmchen und Kostümen ausgestattet worden, erschloss sich uns nicht.
Auch fehlten ganz einfach die Puppen, was man bei einem Figurenspieltheater doch eigentlich erhofft hat...

hier eher das Fazit: Enttäuschend!
Dann durfte wieder das Haus in der Warschauer Straße besucht werden. Welche Freude!

Mit dem *Katzenhaus*, ein beliebtes Kinderbuch mit sehr vielen Hinweisen  für Erwachsene, beglückte ein durchkomponiertes Stück mit toller Bühne und fantastischen Puppen und großem schauspielerischen Können der Agierenden.

Mit der neuen Außenterrasse des Café p kann man wunderbar noch ein Stündchen länger bleiben und die kleinen Leckereien verzehren und beim Getränk die Eindrücke verarbeiten ...ier entsteht ein Beitrag.


Schauspiel Theater Magdeburg

Lange tropften nur sehr spärliche Aktionen unseres Theaters in den Äther...

Dann wurde es allerdings richtig gut!

Der Film *die Zertrennlichen*, der als Angebot für Schulen fungieren soll, hatte Premiere und beleuchtet eindrucksvoll das Thema Alltagsrassismus und was dies für junge Menschen bedeuten kann.
Mit der Show *Rampe und Radau* war endlich ein Format für das Wochenende gefunden, was richtig Laune machte.
Christoph Förster als Moderator, der zwar gern in die Fußstapfen von Harald Schmidt treten wollte, für uns aber der Böhmermann Magdeburgs geworden ist, brachte mit viel Witz, Improvisationskönnen und großer Lust freitags eine rundes Live-Programm auf die Bühne.
Aus allen Sparten zeigten Künstler*innen Ausschnitte ihres Könnens, es gab eine Außenreporterin, Mitarbeiter*innen der Woche und letztendlich eine super Band mit drei grandiosen Damen im Gesang.
Christiane Hercher arbeitete im Verborgenen und sorgte dafür, das immer der richtige Ton getroffen wurde....
Gäste von außerhalb vermochten zu überraschen, manche auch nicht
- so bot Lars Johannsen gewohnt lässig dem Moderator Paroli, der OB blamierte sich bei den Spielen, sodass sich Schauspielerin Carmen Steinert erbarmte und seinen Part übernahm...
Nun lief die letzte Show und alles soll eingemottet werden!?

Viel zu schade, wäre es doch ein ideales Format für Nachtcafe Veranstaltungen, die unbedingte nach dem Theaterbesuch im Schauspielhaus wieder aufgenommen werden sollten...


Corona

So eine Pandemie ist für kulturliebende Menschen echt eine Zäsur....

Man versucht auf Alternativen auszuweichen, aber letztendlich fehlt die direkte Begegnung immens....
Das Zitat Helmut Schmidts: *In der Krise zeigt sich der Charakter* führte auch dazu, dass wir uns von Leuten, die uns lange begleiteten, trennen mussten.....
Zu gegensätzlich entwickelten sich die Auffassungen in dieser belastenden Zeit.

 

Danke an alle, die sich als wahre Freunde herauskristallisiert haben und mit uns gemeinsam versucht haben, sinnvoll aktiv in dieser Pandemiezeit zu agieren...